Allen Freundinnen und Freunden der Bermbacher Bücherei wünschen wir eine schöne Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest.
Die Bücherei ist auch während der Weihnachtsferien wie gewohnt geöffnet. Hier ein paar Impressionen von den letzten Veranstaltungen:
Zum Tag der Offenen Tür im November hat das Büchereiteam jede Menge neuer Romane, Kinder- und Sachbücher sowie neue Tonies in die Regale gestellt, die jetzt ausgeliehen werden können.
Auch in diesem Jahr haben wieder 20 Kinder und Jugendliche über die Sommerferien und danach mindestens drei Bücher aus der Bücherei gelesen und auf einem Fragebogen bewertet. Bei der Buchdurstparty Ende November konnten die jungen Leser ihr Geschick beim Bowling zeigen und sich danach in der Bücherei mit Pizza und Süßigkeiten stärken. Zur Belohnung fürs fleißige Lesen bekamen alle Teilnehmenden einen Buchgutschein geschenkt.
Der Bücherflohmarkt anlässlich des Bermbacher Adventsmarkts war wieder ein voller Erfolg, sogar der Nikolaus besuchte unseren Stand. Rund 300 Euro konnten wir durch Buchverkäufe einnehmen. Dazu kommt eine großzügige Spende der Palmenveteranen an die Bücherei in Höhe von 225 Euro. Herzlichen Dank für die Unterstützung!
Im Herbst 2022 wurde vom Ortsbeirat und den Vereinen beschlossen, ein Informationssystem zu 1250 Jahre Bermbach zusammen mit der Holztafel zu 50 Jahre Waldems auf dem Dorfplatz zu installieren. Im Laufe des Entstehungsprozesses wurde dann von Bürgergruppe und TV Bermbach sowie den „Palmenveteranen“ die Vorstellung entwickelt, dieses mit dem Aufbau einer Ausschankhütte zu verknüpfen. Am 15.11.24 war es dann soweit, Infosystem und Dorfhütte konnten auf dem Dorfplatz der Öffentlichkeit übergeben werden.
Der Bürgermeister, Vertreter/innen des Ortsbeirates, der Vereine und Initiativen sowie Nachbarn am Dorfplatz und die Presse waren dabei, als Ortsvorsteher Dr. Edmund Nickel einen Blick zurück auf die Geschichte der Entstehung des Infosystems und der Hütte warf. Er dankte allen Beteiligten für die geleistete Arbeit, die ohne das gute Miteinander der Vereine so nicht möglich gewesen wäre und wünscht dem Dorf, dass auf dem Dorfplatz – jetzt unterstützt durch die neue Ausschankhütte – viele weitere Veranstaltungen für das Zusammenleben im Dorf stattfinden.
Paul Boll erläuterte anschließend den Aufbau der Infotafel „1250 Jahre Bermbach“. Es war sowohl inhaltlich als vom Layout her eine Herausforderung, 1250 Jahre Entwicklung auf einer Seite darzustellen. Er dankte Dr. Nickel für die Zusammenarbeit bei der Erstellung der Texte und Verena Kleinert für das gelungene Layout. Wie 2022 angedacht, können über sog. QR-Codes aus der Tafel heraus direkt weiterführende Informationen (hinterlegt auf dem Webspeicher der Gemeinde) zu den jeweiligen Zeiteinheiten geladen werden.
Martina Boll (Bürgergruppe Bermbach) dankte anschließend allen Helferinnen und Helfern bei Planung und Aufbau der Hütte. Der Planungsgruppe ist es gelungen, trotz teils sehr unterschiedlicher und auch widersprüchlicher Anforderungen und Erwartungen ein gemeinsames Konzept für die Dorfhütte zu erstellen und dieses auch dann umzusetzen. Einzelheiten von Planung und Bau der Dorfhütte sowie den beteiligten Helfer/innen sind unter den folgenden Links aufgeführt.
Martina Boll dankte weiter Oliver Großmann für den Einbau der Elektrik und Christa und Siggi Schubbach für das Einbrennen des Namens der Dorfhütte.
Nicole Schubbach (TV Bermbach) stellte im Anschluss dar, dass die Hütte allen Initiativen und Vereinen, die für die Gemeinschaft etwas machen wollen, kostenfrei zur Verfügung steht. Für private Zwecke kann die Hütte nicht genutzt werden. Bei Bedarf sollen sich diejenigen an den TV (Nicole Schubbach) oder an die Bürgergruppe (Martina Boll) wenden. Angebote können dann u.a. über den angebrachten Aushangkasten angezeigt werden. Als Name unserer Dorfhütte wurde „Hüttche“ gewählt und der wurde dann auch bei der Enthüllung des Namenszuges durch Dr. Edmund Nickel sichtbar.
Anschließend konnte bei einem Glas Sekt und vielen Gesprächen untereinander die Einweihung unseres „Hüttche“ gefeiert werden. Die erste
Liebe Freundinnen und Freunde der Bermbacher Bücherei,
zum Tag oder Offenen Tür laden wir herzlich ein
am Freitag, 22. November 2024 von 16 bis 19 Uhr.
Das Büchereiteam hat jede Menge neuer Kinder- und Jugendbücher sowie Romane in die Regale einsortiert. Bei einem Glas Sekt oder Saft und Knabbereien kann ausgiebig in den neuen Medien gestöbert und über Literatur geplaudert werden.
Um 17 Uhr erwartet die Kleinsten ein spannendes Bilderbuchkino „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“.
Das Team der Bermbacher Bücherei freut sich auf zahlreiche Besucher!
Bei der Apfelweingruppe drehte sich wieder alles um den Apfel
Das Wetter spielte dieses Jahr in besonderem Maße mit. Und so konnten große und kleine Besucher und Besucherinnen auch lange auf dem Dorfplatz verweilen. Die Entscheidung für einen Kuchen fiel schwer, denn das Buffet bot eine reichhaltige Auswahl an verschiedensten Apfelkuchen, die wieder von vielen fleißigen Bermbacherinnen und Bermbachern gebacken wurden.
Kinder und Jugendliche u.a. aus Kindergarten und Jugendfeuerwehr halfen mit, aus ca. 5 Zentnern Äpfel frischen Most zu keltern. Aus der Apfelernte der Streuobstwiese waren schon ein paar Tage zuvor auch 5l und 10l Päckchen mit pasteurisiertem Apfelsaft gekeltert worden die ebenfalls angeboten wurden.
Im Laufe des Nachmittags wurden auch jeweils 500€ Spenden an die Jugendfeuerwehr und den Förderverein des Kindergartens aus den Spenden und Erlösen der letzten Veranstaltungen der Apfelweingruppe der Bürgergruppe Bermbach e.V. übergeben.
Durch das große Engagement und die Unterstützung durch die vielen Bäcker/innen kam die stattliche Summe von 1200,-€ zusammen. Dieser Erlös wird nun wie angekündigt an die Hospizstiftung Idsteiner Land übergeben.
Herzlichen Dank an alle, die uns geholfen haben, die gekommen sind, die Kuchen gekauft haben und dadurch dieses Ergebnis erst möglich gemacht haben !
Herzlichen Dank auch nochmal an die Jugendfeuerwehr und alle Kinder und Jugendlichen, die geholfen haben Most zu keltern. Wir hoffen, dass es euch Spaß gemacht hat und wir im kommenden Jahr wieder mit eurer Unterstützung rechnen dürfen.
Über den Mut, in schwierigen Zeiten das Richtige zu tun
Die Bermbacher Bücherei veranstaltete ihre Herbstlesung, und viele Besucher waren der Einladung gefolgt. Zu Gast war Yasmin Alinaghi, deren Roman „Unwert – der Weg des Kirschmädchens“ sich einem unrühmlichen Kapitel deutscher Geschichte widmet, das sich hoffentlich niemals wiederholt. Die Handlung spielt 1935 in einem kleinen Dorf im Rheingau, wo Käthe Klepper, die die Schule nur drei Jahre besuchen durfte, auf einem Bauernhof aufwächst. Als sich der Erntehelfer Zores mehrfach an der erst Dreizehnjährigen vergeht, gerät ihr Leben aus den Fugen. Nicht etwa der Unhold muss sich verantworten, sondern das Vergewaltigungsopfer sieht sich unvermittelt als Angeklagte vor Gericht peinlichen Fragen zwecks Prüfung und Feststellung ihrer Intelligenz ausgesetzt. Mucksmäuschenstill und mit ungläubigem Kopfschütteln lauschen die rund 60 Gäste im stimmungsvoll erleuchteten Gemeindesaal der zierlichen Autorin, als sie Passagen aus dem Prozess gegen das Mädchen vorliest. Das Urteil des Erbgesundheitsgerichts steht von vornherein fest: bei Käthe wird „angeborener Schwachsinn“ diagnostiziert, sie ist unfruchtbar zu machen! Alinaghi verrät dem betroffenen Publikum nicht, wie es weitergeht, lässt aber Raum für Hoffnung.
Die Handlung ihres Romanes beruhe leider nur in Teilen auf Fiktion, erläutert sie im Anschluss an die eindringliche Lesung. „Ich habe über das Schicksal der Käthe Klepper geschrieben, um an die Gräueltaten des nationalsozialistischen Terrorregimes zu erinnern“, macht die sympathische Schriftstellerin, die für ihre Erzählung „Unwert“ den Storyteller X Award gewonnen hat, deutlich. 400.000 Menschen mit erblichen Behinderungen seien von den Nazis zwischen 1934 und 1945 zur sogenannten Reinerhaltung der deutschen Rasse unfruchtbar gemacht worden. Auch erbgesunde Menschen wie Käthe hätten sich nachweislich einer unfreiwilligen Sterilisation unterziehen müssen, die oft ohne ihr Wissen im Rahmen eines anderen medizinischen Eingriffs vorgenommen wurde.
Yasmin Alinaghi hat seit ihrer Kindheit in verschiedenen Ländern Europas, in Amerika und dem Nahen Osten gelebt und später u. a. für das Europäische Parlament gearbeitet. Seit 2017 ist sie Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtverbands Hessen. In ihrer Freizeit schreibt sie Romane, Kurzgeschichten und Kinderbücher.
Die Geschichte von Käthe Klepper beschäftigt die Besucher im Bermbacher Gemeindehaus noch lange, und beim liebevoll vom Büchereiteam und einigen Lesern zusammengestellten Fingerfood-Buffet wird intensiv weiter diskutiert.